Ich bin wirklich froh darüber, mittlerweile solch eine Distanz zur Serie entwickelt zu haben, dass ich Folgen wie diese gar nicht erst an mich heranlasse und nach 5 Minuten ausschalte, als auch solche wie die beiden der vorherigen Wochen von Herrn Polinski ohne jeglichen Mehrwert mit nur einem Auge anschaue, während ich primär etwas anderes mache.
Zu der gestrigen Folge (auch wenn mir 5 Minuten zu diesem Fazit ausreichen) fällt mir als einziges ein, dass ich vor Herrn Atalay einfach so gar keinen Respekt mehr habe. Dass er sowas wie in Eden, Ahjada und hier in der Duschszene mit sich machen lässt, und das persönlich wahrscheinlich auch noch gut findet, zeigt mir einfach wie sehr er auf seinen ernstnehmbaren, "verdienstvollen" und ehrenhaften Stand, oder wie man es auch ausdrücken mag, als Schauspieler scheisst und es ihm einfach Latte ist, ob er da gerade Qualitätsfernsehen oder Müll zum Fremdschämen abliefert. Hauptsache die Kohle stimmt. Mir würden wirklich nicht viele Schauspieler einfallen, die mit sich und mit der Serie für die sie stehen, sowas machen lassen würden. Was Erdogan Atalay im Jahr 2017 abliefert, toppt Negativleistungen von Tom Beck um Längen und ich verstehe auch deswegen die dauernde Kritik an Paul Renner nicht. Heute ist er doch noch derjenige, der den ernsteren Part übernimmt, Semir hingegen der Klassenclown. Gäbe es Andrea und die Famile nicht, hätte die Figur Paul fast noch mehr privates Interesse (Jenny), als dieser alte Möchtegern-Komiker.
Meine Erkenntnis ist einfach die, dass Cobra 11 im Jahre 2017 ganz einfach so gut ist, wie man sie sich selbst macht. Was mir nicht gefällt, schaue ich einfach nicht mehr. Es ist so einfach. Ergebnis: Jedes Jahr eine persönliche Staffel mit 4, 5, 6, hervorragenden Episoden. Platz 1 in diesem Jahr erhält dabei definitiv die kommende Episode "Freier Fall", die einmal mehr zeigt, zu welch cineastischem Look Nico Zavelberg imstande ist. Selbiges gilt natürlich auch für seine anderen beiden Episoden dieser Staffel "Preis der Freundschaft" und "Die verlorenen Kinder".
Der einzige Wehrmutstropfen ist für mich einfach der, dass man Franco Tozza mit sämtlichen Comedyexperimenten so versauern lässt. Man sollte diese in Zukunft doch am besten einfach alle an Ralph Polinski geben, der selbst mit durchaus anständigen Drehbüchern, wie einmal mehr die der letzten beiden Wochen, immer noch nichts anfangen kann.
So... genug zur Cobra. Ich widme mich nun wieder anderen deutschen ! Qualitäts-Serien; Babylon Berlin und Dark warten schon.